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Marokko priorisiert Energieeffizienz im Bauwesen

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Marokko setzt neben der Fußball-WM 2030 weitere Katalysatoren zur Modernisierung der Bauindustrie und des Gebäudebestands ein. Energieeffizienz gehört eindeutig dazu.

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Von Ullrich Umann | GTAI

 

Die marokkanische Regierung will den Endenergieverbrauch im Gebäudebestand senken. Letzteres möchte sie vor allem mit Hilfe verschärfter Baunormen erreichen, die in der "Stratégie Nationale de l'Efficacité Énergétique – Horizon 2030" festgeschrieben wurden.

 

Demnach soll der Energieverbrauch in neu zu bauenden Immobilien im Vergleich zum Bestand um 20 Prozent bis 2030 sinken. Nach Angaben der staatlichen Energieeffizienzbehörde (Agence Marocaine pour l'Efficacité Énergétique / AMEE) würden dadurch die jährlich anfallenden Gesamtkosten zum Kühlen/Lüften/Beheizen von Immobilien von 10 Milliarden Euro bis 2030 auf 8 Milliarden Euro schrumpfen.

 

Vorgesehen ist, den Energieverbrauch in Bestandswohnungen über Nachrüstungen um 17 Prozent zu reduzieren und in Gewerbeimmobilien um 10 Prozent. WM-Stadien und begleitende Infrastruktur wie Hotels und Verkehrsknotenpunkte werden über diese Basisanforderungen hinaus energietechnisch nachgerüstet, um den strengen FIFA-Anforderungen zu entsprechen. 

 

Deutsche Anbieter stechen mit Qualität hervor

Deutschen Herstellern und Ausrüstern von Energieeffizienztechnik ist anzuraten, bei der Auftragsakquise ihre Erfahrungen und Referenzen in den Vordergrund zu stellen. Daraus sollte hervorgehen, dass sowohl alle Installationsausrüstungen als auch die Bauausführung allen Präzisionskriterien entsprechen, wodurch ein langer Lebenszyklus der Ausrüstungen sowie geringe Betriebskosten garantiert sind. 

 

Neben den deutschen Heizungs-, Lüftungs- und Klima-Anlagen (HLK) gehören zu den energieeffizienten Ausrüstungen hochwertige Dämmstoffe, Fensterkonstruktionen mit Wärmegut-Zertifizierung sowie intelligente Fassadensysteme. In der Regel entsprechen die aus Deutschland importierten Waren und Materialien allen Anforderungen des marokkanischen Regelwerkes.

 

Zu den bekannten deutschen Anbietern bei Gebäudeautomation und Energiemonitoring gehören Siemens, Beckhoff und WAGO. Bei HLK-Technik können Firmen wie Bosch Thermotechnik, Viessmann und TROX besonders punkten. Hochwertige Fenster, Fassaden und Dämmungen stammen von Schüco sowie REHAU und im Wasser- und Wärmemanagement besetzen die Pumpenhersteller Wilo und KSB starke Positionen. 

 

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