Marokko und Deutschland unterzeichnen „Reformpartnerschaft“

Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Marokko entwickeln sich langsam aber stetig. Deutschland hat Marokko vor allem als Produktionsstatte für saubere Energie entdeckt und engagiert sich seit einigen Jahren in dem nordafrikanischen Land. So finanziert man beispielsweise über die Deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Bau von Solarkraftwerken.

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Bundesregierung geht „Reformpartnerschaft“ mit Marokko ein.

Wie das Bundesentwicklungsministerium bekannt gab, habe man am Freitag, 29. November 2019, ein sog. „Reformabkommen“ mit Marokko unterzeichnet. Zuvor hatte man solche Abkommen bereits mit Äthiopien und dem Senegal geschlossen. Zur Unterzeichnung kam eigens der marokkanische Wirtschafts-und Finanzminister Mohamed Benchaâboun nach Berlin. „Mit der heute vereinbarten „Reformpartnerschaft“ bauen wir die Energie Zusammenarbeit aus und planen eine Forschungsplattform für die Produktion klimaneutraler Kraftstoffe wie Wasserstoff und Methanol“, sagte der Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gegenüber der Funke-Mediengruppe. Mittelfristig erhofft man sich, durch die Zusammenarbeit mit dem Königreich, einen Produktionsstandort für klimaneutral hergestellte Energieträger, die man in der Industrie einsetzten will.

Marokko Als Energieexporteur der Zukunft

Diese Kooperation passt in die langfristige Strategie des Königreichs, das von den Grenzen Europas liegt und sich als Tor zu Afrika positioniert. Marokko selbst verfügt über keine nennenswerten und exportfähigen fossilen Energieträger wie Öl und Gas, sondern ist auf teure Importe angewiesen, um den eigenen Bedarf zu decken. Ziel ist es daher, die eigenen Bedürfnisse durch regenerative Energiequellen, wie Wasser-und Windkraft sowie vor allem an Solarenergie zu decken.

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