Super- und Hypermarktketten in Marokko auf dem Vormarsch

23.01.15 AHK Marokko - News-Hauptkategorie, Global News, Global AHK News, Global DEint News

In Marokko ist der Einkauf von Lebensmitteln in modernen Supermärkten zwar noch wenig verbreitet, aber einschlägige Hypermarktketten gewinnen deutlich an Boden.

Urbanisierung, steigende Einkommen und der Trend zu einer weniger zeitintensiven Zubereitung lassen den Anteil vor allem an teilfertigen, aber auch verzehrfertigen Lebensmitteln rapide ansteigen. Der Einkauf von Lebensmitteln in modernen Supermärkten deckt bisher 13 bis 14% des Marktes ab.Der Großteil der Marokkaner kauft Waren des täglichen Bedarfs in privaten Kleingeschäften (épicerie) ein. Auf Kosten von Kleinläden erschließen aber neue Supermärkte zunehmend mittlere und kleinere Städte. 2013 errichtete Marjane neun neue Einkaufsniederlassungen. Die Marjane Holding ist mit 70 Verkaufsstandorten unter dem Namen Marjane oder Acima vertreten.

Label'Vie ist dem Marktführer mit sieben Supermärkten gefolgt. Bis 2020 plant die Marjane-Gruppe pro Jahr die Eröffnung von neun bis zehn Super- oder Hypermärkten. Der Marktanteil von Marjane bei Handelsketten für Nahrungsmittel und Güter des täglichen Bedarfs liegt bei 60%. Ein Marktanteil von 30% entfällt auf die Gruppe Label'Vie, die Inhaberin von 54 Supermärkten ist, darunter drei Carrefour Großmärkte, 41 kleinere Carrefour-Stellen und zehn Atacado-Supermärkte.

Aswak Assalam verfügt über zehn Einkaufszentren und vereinigt rund 8% des Marktes auf sich. Eingestiegen ist die türkische Gruppe BIM mit kleineren Verkaufsflächen. 2013 gab es 130 Filialen des Discounters. Vor allem die großen Supermärkte werden weiterhin Gemüse und Obst großflächig anbieten. Das Sortiment setzt sich aus einer Mischung von heimischen Produkten und internationalen Angeboten zusammen, die teils dem lokalen Geschmack angepasst sind. Tiefkühlprodukte als Fertigkost spielen eine sehr geringe Rolle.

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Quelle: GTaI