Solarenergie für Nordafrika: Ulmer Solarsystemhaus SOLAR23 startet im Rahmen des dena-RES-Programms ein Photovoltaik-Leuchtturmprojekt zur nachhaltigen Markterschließung des Solarsektors in Marokko

18.12.14

Erfolgreicher Vertragsabschluss zwischen SOLAR23 und COPAG im Rahmen des dena-RES-Programms in Marokko (Taroudant). Sitzend v. l.: Said Bouaichi (COPAG, Stellvertretender Direktor Einkauf), Benhida Fouad (COPAG, Geschäftsführer), Loultiti Mly M’hamed (COPAG, Präsident); Stehend v. l.: Katrin Schmuck (dena, Projektmanagerin RES-Programm), Mohamed Ali El Harrabi (SOLAR23, Key Account Manager), Judith Jäger (SOLAR23, Projektmanagerin), Abdelmajid Lkharouaa (COPAG)

Erfolgreicher Vertragsabschluss mit Symbolcharakter: Der Ulmer Systemintegrator und Spezialist für unabhängige Photovoltaik und solarthermische Systeme SOLAR23 hat im Zuge des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der „Exportinitiative Erneuerbare Energien“ geförderten „dena-RES-Programms“ im Beisein der Deutschen Energie-Agentur (dena) einen Kooperationsvertrag mit der marokkanischen landwirtschaftlichen Kooperative COPAG unterzeichnet.

Durch die Einführung netzgebundener und autarker Photovoltaik-Systeme mittlerer Leistung will SOLAR23 dem vom Energieimport abhängigen Land neue Perspektiven effizienter, ressourcenschonender Stromerzeugung aufzeigen und legt dabei den Fokus auf netzgekoppelte PV-Anlagen sowie solare Pumpenprojekte. Zur Sicherung des Qualitätsstan­dards ist als weiterer Schwerpunkt des Programms die Weitergabe von fachspezifischem Know-how an Vertriebs- und Servicepartner vor Ort vorgesehen. Das Pilotprojekt dient als erster Schritt eines mehrstufigen Markterschließungskonzeptes, das die Energiewende hin zur nachhaltigen Stromerzeugung in dem nordafrikanischen Land ankurbeln soll. Hierbei wird auf einem Gebäude des Hauptsitzes der COPAG in Taroudant, im Süden Marokkos eine 25kWp Photovoltaik-Anlage realisiert. COPAG gilt mit etwa 13.000 zugehörigen landwirtschaftlichen Betrieben als eine der wichtigsten landwirtschaftlichen Kooperativen Marokkos mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Dementsprechend kann SOLAR23 bei der Inbetrieb­nahme der Anlage Ende November dieses Jahres eine gute Werbung für regenerative Energieerzeugung und eine hohe Öffentlichkeitswirksamkeit erwarten. In Verbindung mit der Durchführung von Fortbildungen für Vertriebs- und Dienstleitungsunternehmen sowie mit Besichtigungen der Installation soll das Thema Photovoltaik in Marokko forciert werden, sodass nachhaltige Vernetzungen und multiplikatorische Effekte kreiert werden können. Dabei gilt es zudem, kleinen und mittelständischen Unternehmen die Potenziale von Photovoltaik aufzuzeigen, da in diesem Sektor die ho­hen Stromrechnungen bereits durch eine maßgeschneiderte PV-Anlage deutlich gesenkt werden können. Zur Eröffnungsfeier im März 2015 werden Vertreter aus Politik, Wissenschaft und dem landwirtschaftlichen Sektor erwartet. Diese soll zum einen die Vorteile der Anwendung von Photovoltaik näher bringen, sowie auch Stakeholder mit potentiellem Interesse an der PV erreichen. Ziel des Projektes ist, das Thema PV als sinnvolle und nachhaltige In­vestition ins Bewusstsein politischer Entscheidungsträger zu bringen.