ONUDI untersucht industrielle Entwicklung Nordafrikas

18.09.15 Global News

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Die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (ONUDI) hat sich in ihren aktuellen Analysen den Tendenzen und Projektionen der industriellen Produktion gewidmet.

Laut Jaime Moll de Alba, gebietsansässigem Vertreter der ONUDI in Marokko, machen drei Branchen die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Marokkos aus – Nahrungsmittel und Getränke (21,16 %), chemische Produkte (15,52%) und nichtmetallische mineralische Erzeugnisse (14,14%). Der Beitrag der Textil- und Bekleidungsindustrie zum BIP weist einen Rückgang auf. Ihr Anteil hat sich von 2005 bis 2014 um die Hälfte reduziert. Der Beitrag der Automobil- und Transportbranche hingegen hat sich in derselben Zeitspanne verdoppelt, auch wenn er nach wie vor eher mittelmäßig bleibt. Auf der einen Seite fällt Marokko also auf dem Gebiet der arbeitsintensiven Wirtschaftszweige zurück. Es verzeichnet jedoch gleichzeitig ein Wachstum im Bereich einiger kapitalintensiver Industrien.

 Laut der ONUDI ist der Beitrag des verarbeitenden Gewerbes zur nationalen Industriestruktur in Marokko im Vergleich zu anderen nordafrikanischen Ländern wie Algerien und Lybien gehoben. Vergleicht man die nordafrikanischen Staaten insgesamt jedoch mit anderen Entwicklungsregionen spielt das verarbeitende Gewerbe für die Wirtschaft der Region nach wie vor eine eher geringe Rolle.

Diese bisher geringere Bedeutung sollte in Zukunft verstärkt werden, um die industrielle Entwicklung in der gesamten Region voranzutreiben. Diese könnte eine entscheidende Rolle für die Umsetzung des für das wirtschaftliche Wachstum notwendigen Strukturwandels in der Region spielen.