Offizieller Auftakt der marokkanisch-deutschen Partnerschaft für biologische Sicherheit

07.10.14 AHK Marokko - News-Hauptkategorie, Global News, Global AHK News, Global DEint News

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Am 01.10.2014 wurde das marokkanisch-deutsche Partnerschaftsprogramm für biologische Sicherheit und Gesundheitssicherheit feierlich vom marokkanischen Gesundheitsminister, El Hossein El Ouardi, der beigeordneten Ministerin beim Minister für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit, Mbarka Bouaida, sowie dem Stellvertretenden Beauftragten der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung und Rüstungskontrolle, Botschafter Christoph Eichhorn, eröffnet.

De neue Kooperation ist Ausdruck der intensiven marokkanisch-deutschen Zusammenarbeit und unterstreicht die wichtige Rolle, die Marokko in Bezug auf Stabilität, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung in der Region Nordafrika spielt. Die deutsch-marokkanische Partnerschaft ist Teil eines Engagements der deutschen Bundesregierung, die sich für biologische Sicherheit und Gesundheitssicherstellung weltweit einsetzt. Es steht im Kontext einer globalen Initiative der G7-Staaten zu diesem Thema. 

Ziel der neuen Partnerschaft ist es, biologische Risiken, wie den Ausbruch hochgefährlicher Krankheiten oder Pandemien aber auch den Missbrauch von Krankheitserregern, zu minimieren. Die Maßnahmen kommen somit sowohl dem marokkanischen Gesundheitssystem als auch der nationalen Sicherheit zu Gute. Die geplanten Aktivitäten betreffen die Erkennung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten, den sicheren Umgang mit Krankheitserregern sowie eine sichere und verantwortliche medizinische Forschung. Marokko wird nachhaltig dabei unterstützt, Ausbrüche gefährlicher Krankheiten sehr schnell zu erkennen, diese einzudämmen und die Ursachen zu identifizieren und zu beseitigen.

Auf deutscher Seite wird das Programm vom Robert Koch-Institut (RKI) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt, auf marokkanischer Seite ist das Gesundheitsministerium sowie verschiedene Fachinstitutionen wie das Institut National d’Hygiène und das Institut Pasteur de Maroc beteiligt. 

Konkret werden marokkanische Experten durch Trainings und wissenschaftlichen Austausch bei der Krankheitsüberwachung und dem sicheren Umgang mit gefährlichen Krankheitserregern ausgebildet. Es sollen darüber hinaus Workshops und Fachvorträge stattfinden, um die Zusammenarbeit von Akteuren des öffentlichen Gesundheitswesens in Marokko sowie das Bewusstsein für das Thema zu fördern. Außerdem soll die Ausbildung in Bereichen wie Arbeitssicherheit in Laboren und dem verantwortungsvollen Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung gefördert werden. Diese Maßnahmen zur Minimierung biologischer Risiken tragen so auch zur Reform des marokkanischen Gesundheitswesens bei.