Marokkos Wohnungsbau kann Erwartungen nicht erfüllen

09.02.15 AHK Marokko - News-Hauptkategorie, Global News, Global AHK News, Global DEint News

Der Wohnungsbau Marokkos hat sich 2014 entgegen den Erwartungen nicht erholen können. Das Wohnungsdefizit steigt bereits seit 2011 wieder an. Ein Anziehen der Bautätigkeit ist jedoch kaum vor Ende 2015 zu erwarten.

Das von der Regierung verfolgte Konzept neuer Satellitenstädte stößt auf Schwierigkeiten. Um das touristische Potenzial des Landes besser zu nutzen, sind zahlreiche Vorhaben in verschiedenen Städten des Landes im Bau beziehungsweise in der Planung.

Im Jahr 2002 lag das Defizit für Wohnungen in Marokko bei 1,2 Mio. Einheiten. Bis 2010 konnte es auf 608.000 praktisch halbiert werden. Seit 2011 stagniert jedoch der Wohnungsbau und kann infolgedessen mit der neuen Nachfrage und der Reduzierung des bestehenden Defizits nicht mithalten. Das Wohnungsministerium (Ministère de l' Habitat, de l' Urbanisme et de la Politique de la Ville) hat für 2013 bis 2016 das Ziel gesetzt, jährlich 9.000 Wohnungen im untersten Segment, 80.000 sogenannte Sozialwohnungen und 20.000 Wohnungen für die Mittelklasse zu fördern.

In den Jahren 2013 und 2014 konnte die Rate bei der Fertigstellung von jährlich 170.000 Einheiten nicht erzielt werden. Die Gründe für den langsamen Wohnungsbau sind vielfältig. Die ärmeren Bevölkerungsschichten können sich die Sozialwohnungen zu 240.000 Dirham (DH; rund 22.000 Euro; Durchschnittskurs 2014: 1 Euro = 11,061 DH) trotz Kreditförderung offensichtlich nicht leisten, während sich die Finanzierung für gehobene Wohnungen der Mittelschicht wegen hoher Kreditzinsen und Spekulation im Luxusbereich schwierig gestaltet.

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Quelle: GTaI