Marokko profiliert sich als Logistikstandort

18.11.14 AHK Marokko - News-Hauptkategorie, Global News, Global AHK News, Global DEint News

Marokko hat sich mit seinem Tiefseehafen Tanger Med zu einer Drehscheibe des internationalen Handels entwickelt. Auch die zunehmende Liberalisierung und Anbindung an den Weltmarkt sowie die bisherige politische Stabilität machen das Königreich für ausländische Unternehmen interessant.

Ein neuer Wirtschaftsführer bietet deutschen Unternehmen einen Überblicküber die Möglichkeiten und Herausforderungen in dem nordafrikanischen Land. Marokkos Wirtschaft ist trotz der weltweiten Finanz- und Konjunkturkrise und volatiler Weltmarktpreise in den fünf Jahren 2009 bis 2013 um durchschnittlich 4,1% gewachsen. In den fünf Jahren zuvor gab es ein Realwachstum von durchschnittlich 4,8%.

Neben der Infrastruktur sind derzeit besonders der Automobilsektor und die Flugzeugindustrie von einer starken Dynamik geprägt. Auch der Markt für IT-Dienstleistungen wird in den kommenden Jahren zulegen.

Staat investiert kräftig in Ausbau der Infrastruktur

Wichtiger entwicklungspolitischer Schwerpunkt des marokkanischen Staates ist der Ausbau des Transportwesens und der Verkehrsinfrastruktur. Hierzu gehört im maritimen Bereich der Bau des Tiefseehafens Tanger Med, der seit 2007 in Betrieb ist und weiterhin ausgebaut wird sowie der Ausbau des Straßen- und Schienennetzes. Dabei geht es insbesondere darum, Marokko als Produktionsort und Handelsdrehscheibe zwischen Europa, Afrika sowie Nor- und Südamerikas zu positionieren.

Vor sollen aber auch der Jahrzehnte lang vernachlässigte Norden des Landes und weitere abgelegene Regionen verkehrstechnisch angeschlossen werden.Bei den Projekten im Schienenverkehr sticht der im Bau befindliche Hochgeschwindigkeitszug von Tanger bis nach Casablanca hervor. In den Ballungszentren Rabat und Casablanca gibt es zahlreiche Pläne zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Insgesamt belaufen sich die für den Zeitraum 2012 bis 2016 geplanten Investitionen auf 166 Mrd. DH (14,8 Mrd. Euro), so die offiziellen Stellen.

Davon entfallen umgerechnet rund 5,6 Mrd. Euro auf die Entwicklung der Logistik, 1,4 Mrd. Euro auf den Bau von Autobahnen, 2,3 Mrd. Euro auf den weiteren Straßenbau sowie 2,4 Mrd. Euro für den Schienenverkehr und 445 Mio. Euro für den Flughafenbau.

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Quelle: GTaI/FN