Lufthansa erprobt als erste Airline Flüge mit Biotreibstoff

17.12.10

Die renommierte Airline Lufthansa wird als erste Airline Biotreibstoff auf ihren Geschäftsflügen testen. Wolfgang Mayrhuber, Generaldirektor der Lufthansa, bezeichnete diesen Schritt, im Bereich der Erneuerbaren Energien, als eine „Pionierarbeit“. In Partnerschaft mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Unterstützung der Bundesregierung, wird sich die Lufthansa im April 2011 in das Abenteuer stürzen.

Sechs Monate lang wird eines der Triebwerke des Airbus A321 mit 50 % biosynthetischen Treibstoff auf Pflanzenölbasis und 50 % Kerosin betankt. Im Laufe der Probezeit werden dadurch ca. 1500 Tonnen Kohlendioxyd gespart (im Vergleich zu einem normalen Flug mit Kerosin). Bis 2020 möchte Lufthansa seine gesamten Flüge mit Biotreibstoff (5 bis 10 %) betanken.  

„Die Nutzung von Biotreibstoff auf Linienflügen stellt einen Meilenstein in der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklung dar„, erklärt Wolfgang Mayrhuber. Es handele um mehr als eine Etappe innerhalb der 4 stufigen Strategie zur Reduzierung der Verschmutzung durch den Luftverkehr. Diese Etappe sei entscheidend: „Sie bietet die Möglichkeit unsere Ziele zum Klimaschutz bis 2010 zu erreichen und gleichzeitig die technologische Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Raumfahrtindustrie zu erhalten“, so Peter Hintze, parlamentarischer Sekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). 

Der Generaldirektor fügte hinzu: „Kein Wald muss für die Lieferung von Biotreibstoff abgeholzt werden. Die Produktion von Biotreibstoff beruht lediglich auf Rohstoffen und einer umweltfreundlichen Herstellung. Unser Lieferant muss uns diesbezüglich einen Beleg ausstellen.“   Der Probelauf ist indes recht kostspielig für Lufthansa. Vor allem deswegen, weil Biotreibstoff drei- bis viermal teurer ist als Kerosin. Lufthansa rechnet daher mit etwa 6,6 Millionen Euro für die 6-monatige Probephase. Die Bundesregierung unterstützt das Unterfangen im Rahmen des Forschungsprogramms FAIR (Future Aircraft Research) mit 6,6 Millionen Euro.