IHK-Nordafrika-Experte Behm im Deutschlandradio zu Libyen

05.09.11 AHK Marokko - News-Hauptkategorie, Global AHK News

Deutsche Unternehmen werden in Libyen zum Zuge kommen: Davon ist Steffen Behm, Referatsleiter Nordafrika, Nah- und Mittelost beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), überzeugt. Zunächst warten viele Betriebe jedoch die weiteren Entwicklungen ab.

Im Interview mit dem Deutschlandradio verwies Behm gestern auf eine Äußerung des neuen libyschen Botschafters in Berlin, nach der sich dieser "in jedem Fall deutsches Engagement beim Wiederaufbau in Libyen" wünsche. Allein vor diesem Hintergrund sehe er schon sehr gute Chancen für die deutsche Wirtschaft, sagte der DIHK-Nordafrika-Experte.

Zudem sei "made in Germany" vor Ort gefragt. "Sehr stark" sieht Behm die deutsche Wirtschaft unter anderem im Ingenieurbereich, also bei Planung, in Infrastruktur- oder Verkehrsprojekten, beim Kraftwerks- oder Wasserbau, aber bei auch hochwertigeren Maschinen und Investitionsgütern. Er denke, da werde "für die deutsche Wirtschaft der eine oder andere Geschäftsabschluss möglich sein", sagte Behm.

Die Wirtschaft würde sich "natürlich wie zu jedem anderen Land auch die Flankierung der Politik wünschen", so der DIHK-Experte weiter. Aber mit der Eröffnung eines Verbindungsbüros des Auswärtigen Amtes in Bengasi und dem 100-Millionen-Euro-Darlehen für den libyschen Übergangsrat habe die Bundesregierung ja schon das eine oder andere getan – "daran muss man anknüpfen".

Nach Behms Einschätzung werden viele Unternehmen noch die nächsten Wochen abwarten und beobachten, wie sich der Übergangsrat konstituiert und wie erste Schritte umgesetzt werden.

"Ein ganz konkreter, auch die Praxis dann betreffender Schritt wäre natürlich auch die Aufhebung der EU-Sanktionen", sagte der Nordafrika-Experte. Diese hätten insbesondere den libyschen Bankensektor betroffen. Wenn sie aufgehoben würden, seien auch wieder ganz alltägliche Finanztransaktionen und Überweisungen möglich. "Erst dann können die Unternehmen auch wieder ihr ganz normales Geschäft aufnehmen."(02.09.2011) Deutsche Unternehmen werden in Libyen zum Zuge kommen: Davon ist Steffen Behm, Referatsleiter Nordafrika, Nah- und Mittelost beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), überzeugt. Zunächst warten viele Betriebe jedoch die weiteren Entwicklungen ab.
Dr. Steffen Behm

Im Interview mit dem Deutschlandradio verwies Behm gestern auf eine Äußerung des neuen libyschen Botschafters in Berlin, nach der sich dieser "in jedem Fall deutsches Engagement beim Wiederaufbau in Libyen" wünsche. Allein vor diesem Hintergrund sehe er schon sehr gute Chancen für die deutsche Wirtschaft, sagte der DIHK-Nordafrika-Experte.

Zudem sei "made in Germany" vor Ort gefragt. "Sehr stark" sieht Behm die deutsche Wirtschaft unter anderem im Ingenieurbereich, also bei Planung, in Infrastruktur- oder Verkehrsprojekten, beim Kraftwerks- oder Wasserbau, aber bei auch hochwertigeren Maschinen und Investitionsgütern. Er denke, da werde "für die deutsche Wirtschaft der eine oder andere Geschäftsabschluss möglich sein", sagte Behm.

Die Wirtschaft würde sich "natürlich wie zu jedem anderen Land auch die Flankierung der Politik wünschen", so der DIHK-Experte weiter. Aber mit der Eröffnung eines Verbindungsbüros des Auswärtigen Amtes in Bengasi und dem 100-Millionen-Euro-Darlehen für den libyschen Übergangsrat habe die Bundesregierung ja schon das eine oder andere getan – "daran muss man anknüpfen".

Nach Behms Einschätzung werden viele Unternehmen noch die nächsten Wochen abwarten und beobachten, wie sich der Übergangsrat konstituiert und wie erste Schritte umgesetzt werden.

"Ein ganz konkreter, auch die Praxis dann betreffender Schritt wäre natürlich auch die Aufhebung der EU-Sanktionen", sagte der Nordafrika-Experte. Diese hätten insbesondere den libyschen Bankensektor betroffen. Wenn sie aufgehoben würden, seien auch wieder ganz alltägliche Finanztransaktionen und Überweisungen möglich. "Erst dann können die Unternehmen auch wieder ihr ganz normales Geschäft aufnehmen."

Quelle: DIHK