FH Aachen arbeitet mit der marokkanischen Universität Moulay Ismail zusammen

08.06.11 AHK Marokko - News-Hauptkategorie

Die Fachhochschule (FH) Aachen, hat im Bereich «Angewandte Chemie» eine Zusammenarbeit mit der Universität Moulay Ismail in Meknès gestartet.

Sechs Professoren der Universität haben die FH Aachen besucht und sich ein Bild vom Campus Jülich gemacht,dem Ort, an dem ein Teil ihrer Studierenden künftig dieses Fach studieren wird. «Es ist sehr wichtig, den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern zu fördern», sagt Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen. «Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Absolventen die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben - dazu tragen nicht zuletzt internationale Erfahrungen während des Studiums bei.»

Die beiden Hochschulen bieten ein gemeinsames Austauschprogramm an: Die ersten beiden Jahre verbringen die Studierenden in ihrem jeweiligen Heimatland,anschließend geht es für ein Jahr ins Ausland, nach Meknès oder Jülich. «Die Chemieindustrie in Deutschland ist sehr erfolgreich», sagt Prof. Dr. Najim Ittobane, der Projektkoordinator in Marokko.

«Die Kooperation mit der FH Aachen ermöglicht uns, mit der deutschen Kultur in Kontakt zu kommen und uns auf dem Gebiet der angewandten Chemie auszutauschen. Darauf freuen wir uns sehr.» Die Zusammenarbeit sei erst der Anfang, ergänzt Diplom-Ingenieur Hamid Chayeb, der die Kooperation von FH-Seite aus koordiniert.

«Künftig sollen weitere Studiengänge folgen, um Marokko langfristig auch für die deutsche Industrie interessant zu machen.»

Goethe-Institut

Damit die deutsche Sprache nicht zum Hindernis wird, bietet das Goethe-Institut, das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik, in Marokko den Studierenden begleitend Deutsch-Kurse an. Unterstützt werden sie dabei vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) im Rahmen des Förderprogramms «Studienangebote deutscher Hochschulen im Ausland» und der ansässigen deutschen und marokkanischen Industrie. Der DAAD fördert das Projekt mit einer Zuwendung von rund 350.000 Euro.Nach dem Studium haben die Studierenden einen internationalen Doppelabschluss in der Tasche.

«Wir würden es sehr begrüßen, wenn wir einige der marokkanischen Studierenden anschließend für ein Masterstudium oder eine kooperative Promotion bei uns gewinnen können», sagt Prof. Dr. Thomas Mang vom Institut für Angewandte Polymerchemie (IAP) der FH Aachen. Eine internationale Ausrichtung von Bildung und Forschung sei wichtig, um im weltweiten Wettbewerb erfolgreich sein zu können.

Quelle: az-web.de