Europäische Union erweitert Aufenthaltsrecht für Forscher und Studenten aus Drittstaaten

31.05.16 Global News

Bild: Pixabay

Das Europäische Parlament hat eine neue Richtlinie im Ausländerrecht erlassen, welche Forscher und Studenten aus Drittstaaten betrifft. Ziel der Richtlinie ist, in Zukunft die Einreise und den Aufenthalt von Forschern, Studenten, Praktikanten und Teilnehmern am europäischen Freiwilligendienst aus Nicht-EU-Staaten in der EU zu vereinheitlichen.

Konkrete Verbesserungen betreffen insbesondere die Bewegungsfreiheit innerhalb der EU: Nach Zulassung durch einen Mitgliedstaat können sich Forscher künftig in jedem anderen Mitgliedstaat für bis zu einem halben Jahr aufhalten, ohne dort eine Aufenthaltserlaubnis beantragen zu müssen. Bei Studenten, die an grenzüberschreitenden Programmen wie "Erasmus" teilnehmen, gilt dies sogar für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr pro Mitgliedstaat. 

Die neue EU-Richtlinie sichert Studenten und Forschern das Recht zu, sich auch nach Studienabschluss oder Ende des Forschungsaufenthalts über einen Zeitraum von mindestens 9 Monaten im jeweiligen EU-Staat für die Suche eines Arbeitsplatzes oder die Gründung eines eigenen Unternehmens aufzuhalten.

Zudem wird Familienmitgliedern von Forschern die Möglichkeit des Familiennachzugs und die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zugesprochen. Auch dürfen nach der neuen Richtlinie ausländische Studenten nun bis zu 15 Stunden wöchentlich arbeiten.

Die neue Richtlinie wird innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.