EU und Marokko bauen Beziehungen aus : Erstes Gipfeltreffen

08.03.10

In Spanien fand vom 6. bis 7. März 2010 das erste Gipfeltreffen zwischen der EU und Marokko statt.

Im spanischen Granada begann am 06. März 2010 der erste EU-Marokko-Gipfel. Im Mittelpunkt der zweitägigen Gespräche stehen neben politischen und wirtschaftlichen Beziehung zwischen der EU und Marokko und deren künftige Entwicklung auch Themen von gemeinsamem Interesse wie die Bekämpfung der internationalen Wirtschaftskrise, der globale Klimaschutz, der Westsahara Konflikt, die Mittelmeerunion, der Nahost-Konflikt, und der Kampf gegen die illegale Immigration.

Man unterstütze die Bemühungen bei der Modernisierung des nordafrikanischen Königreichs, sagte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy. Die EU erwarte aber vor allem in der besetzten Westsahara Fortschritte bei den bürgerlichen Freiheiten. Der marokkanische Ministerpräsident Abbas El Fassi räumte Verletzungen der Menschenrechte ein, betonte aber, es handele sich um Einzelfälle, die wie in Europa bestraft würden. Marokko teile die Werte Europas und setze auf Demokratie.

Im Jahr 2008 ist die EU mit Marokko eine "strategische Partnerschaft" eingegangen. Damit ist Marokko das einzige Land in der nordafrikanischen Region mit diesem fortgeschrittenen Status. Wie groß das vor allem wirtschaftliche Interesse der EU in dem Maghreb-Staat ist, macht den großen Anteil Marokkos an der Europäischen Nachbarschaftspolitik deutlich, bei der Rabat mit 654 Millionen Euro EU-Mittel zwischen 2007 und 2010 der Hauptbegünstigte ist. Für den Zeitraum 2011 bis 2013 ist sogar noch eine Aufstockung der EU-Hilfen für Marokko vorgesehen, das bereits jetzt schon über 10 Prozent des gesamten EU-Fonds für Nachbarschaftspolitik erhält.

An dem zweitägigen Gipfel, der am Samstag mit einem Treffen von 250 europäischen und marokkanischen Unternehmensvertretern eingeläutet wurde, nehmen von europäischer Seite EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barosso, der turnusmäßige EU-Ratsvorsitzende, Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero, sowie Stefan Füle, Kommissar für Erweiterung und EU-Nachbarschaftspolitik, und EU-Handelskommissar Karel De Gucht teil. Marokko ist durch Ministerpräsident Abbas al-Fassi sowie sechs weitere Minister vertreten.

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Im Voraus des Gipfeltreffens der EU-Marokko vom 6.-7. März 2010 in Granada, Spanien, verabschiedeten EUROCHAMBRES und EuroCham Maroc eine gemeinsame Erklärung an die Regierungsvertreter beider Regionen.

EUROCHAMBRES und EuroCham Maroc plädieren dabei für eine Aufhebung der wirtschaftlichen Schranken, die immer noch den Marktzugang zum marokkanischen wie auch zum europäischen Markt behindern.

EUROCHAMBRES und EuroCham Maroc bieten dabei für die wirtschaftlichen und geschäftlichen Prozesse ihre volle Unterstützung an.

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