Deutsche Exporte stiegen 2010 um 18,5 %

09.02.11 Wirtschaft

Die deutschen Exporte sind 2010 wegen der starken Nachfrage aus boomenden Schwellenländern wie China kräftig gestiegen. Sie legten um 18,5 Prozent auf 951,9 Milliarden Euro zu, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Die Importe erhöhten sich sogar um 20,0 Prozent auf 797,6 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich ein Überschuss in der Außenhandelsbilanz von 154,3 Milliarden Euro. 2009 hatte die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren noch bei 138,7 Milliarden Euro gelegen.

Für den Exportboom sorgte vor allem die starke Nachfrage aus den Ländern außerhalb der Europäischen Union wie China, Brasilien und Indien: Die Ausfuhren erhöhten sich um 26,0 Prozent, während die Exporte in die von der Schuldenkrise belasteten Euro-Länder nur um 12,7 Prozent zunahmen.

Der Branchenverband BGA rechnet in diesem Jahr mit einem Exportwachstum von nur noch sieben Prozent, weil in vielen Staaten die Konjunkturprogramme auslaufen und die Schuldenkrise die Nachfrage in vielen Euro-Ländern weiter dämpfen dürfte. Trotzdem würde das reichen, um erstmals die Umsatzmarke von einer Billion Euro zu knacken.

Im Dezember legten die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem doppelt so starken Anstieg gerechnet. Die Importe schrumpften überraschend um 2,3 Prozent. Analysten hatten hier ein Plus von 0,5 Prozent vorhergesagt.

Quelle: Reuters