Das marokkanische Phosphatunternehmen OCP eröffnet 13 Tochtergesellschaften in Afrika

28.07.16 Global AHK News

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Das Phosphatunternehmen OCP (Office Chérifien des Phosphates) betrachtet sich nunmehr nicht nur als Teil der Positionierung Marokkos in Afrika, sondern als einen der Hauptakteure der Strategie. Die Gründung von insgesamt 13 Tochterfirmen wurde, nachdem der Verwaltungsrat zugestimmt hatte, nun auch im Gesetzesblatt veröffentlicht.

Neben der offensichtlichen Eröffnung von Filialen im frankophonen Westafrika (Elfenbeinküste, Senegal, Benin) werden neben Kenia und Äthiopien auch Filialen im Süden Afrikas eröffnet (Angola, Demokratische Republik Kongo, Tansania, Samia, Zimbabwe, Mozambique) und mit einem Gründungskapital von je 100.000 EUR ausgestattet. Gleichzeitig wurde in dem Gesetzesblatt auch die Gründung einer Düngemittelfabrik der OCP in Nigeria veröffentlicht.

Das Ziel ist, so die offizielle Begründung im Gesetzesblatt, neben einer Verbesserung der Positionierung der OCP in Afrika, einen Einstieg im vielversprechenden afrikanischen Markt zu haben als auch die Verbindungen in die unterschiedlichen Länder Afrikas  zu haben. Mit letzterem bestätigt sich somit die Rolle der OCP innerhalb der Diplomatie Marokkos in Afrika.

Strukturell sind die neunen Filialen in der zum Jahresanfang gegründeten OCP Africa angesiedelt, in der das gesamte Afrikageschäft gebündelt ist, um die Präsenz in Afrika strukturiert und nachhaltig auszubauen. Das Afrikageschäft steht in 2015 schon für 24% des Exportes der OCP. Bei dem Ausbau der Präsenz, vor allem in Afrika, kann die OCP auch auf die Unterstützung der Afrikanischen Entwicklungsbank (ABD) bauen. Für deutsche Unternehmen besteht hier die Möglichkeit als Zulieferer oder auch im Rahmen eines Joint-Ventures nicht nur in den marokkanischen Markt, sondern darüber hinaus auch in den afrikanischen Markt zu gelangen.