Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) legt Marktanalysen zu EE-Technologien und Fahrplan zur Einführung von Ausschreibungen vor

04.03.15 AHK Marokko - News-Hauptkategorie, Global News, Global AHK News, Global DEint News

Das BMWi hat verschiedene Marktanalysen zu den einzelnen EE-Technologien vorgelegt. Sie dienen der Vorbereitung auf die Einführung von Ausschreibungen zur Bestimmung der Förderhöhe. Ziel ist, bis Ende 2016 neben den PV Freiflächenanlagen erste Ausschreibungsrunden starten zu können. Noch nicht erschienen ist die Analyse zu Biomasse und Wasserkraft.

Die wichtigsten Ergebnisse in der Übersicht:

PV-Dachanlagen
− Es besteht ein Potenzial auf Dachflächen von 75 GW.
− Der Eigenerzeugungsanteil bestimmt im Wesentlichen die Wirtschaftlichkeit, da die Vergütungssätze für eine vollständige Einspeisung meist zu gering sind. 
− Die Realisierungszeiträume sind die kürzesten aller EE-Technologien.

Wind an Land
− Die Stromgestehungskosten liegen derzeit zwischen 5,5 und 9 Cent/kWh.
− Die Mehrzahl der Potenziale befindet sich im Bereich zwischen 7,5 und 9 Cent/kWh. − Um den Zielkorridor von 2.500 MW in den nächsten zwanzig Jahren zu halten, müssten brutto zwischen 3 und 7 GW installiert werden.
− Vom Projektstart bis zur Stromeinspeisung vergehen im Schnitt fünf Jahre.
− Der Anteil kleiner Windparks mit weniger als 6 Anlagen liegt bei über 60 %.

Windenergie auf See
− Ausschreibungen sollen für alle Anlagen gelten, die nach dem 03 | 11 04.03.2015 31.12.2020 in Betrieb gehen.
− Bis 2020 sind Kostendegressionen zwischen 20 und 40 % erreichbar.
− Entscheidend für die Kostendegression ist insbesondere auch die Synchronisation zwischen Windparkbau und Netzanschluss.
− Die Potenziale in der Ostsee und den Zonen 1 bis 3 in der Nordsee (küstennahe Zonen) bieten Platz für ca. 25.000 MW.
− Die bereits genehmigten Windparks reichen fast aus, um die Ziele bis 2025 zu erreichen. Tiefengeothermie
− Das technische Stromerzeugungspotenzial wird auf 15 bis 132 TWh geschätzt.
− Es ist allerdings nur zu hohen Kosten erschließbar.

Folgenden Zeitplan hat sich das Ministerium für die Einführung der Ausschreibungen gesetzt:
− März bis Juni 2015: Erarbeitung von Eckpunkten
− Juni/Juli 2015: Einleitung der Konsultation zu den Eckpunkten
− August/September 2015: Frist zur Stellungnahme
− Januar 2016: Verbändeanhörung zum Gesetzesentwurf
− Februar/März: Kabinett
− Herbst 2016: Genehmigung durch die EU-Kommission
− Ende 2016: Start der ersten Ausschreibungsrunden

Die Marktanalysen können hier heruntergeladen werden.

Quelle: DIHK / (Bo)