Autoindustrie könnte höhere Strompreise wegstecken

28.03.11 AHK Marokko - News-Hauptkategorie

Strompreissteigerungen durch einen schnellen Atomausstieg wären für die deutsche Automobilindustrie gut zu verkraften. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. Laut der Studie, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt, würde sich die Herstellung eines 20.000 Euro teuren Autos um 190 Euro verteuern, wenn der Strompreis um zehn Prozent steigt.

Das bedeute aber nicht automatisch, dass sich die Autos verteuern oder die Gewinne der Hersteller schrumpfen. „Höhere Strompreise würden die Hersteller zwingen, die Effizienz zu steigern“, sagt Studienautor Ferdinand Dudenhöffer. „Die Effizienzstiegerungen könnten die Preiserhöhungen deutlich überkompensieren.

Die Abschaltung von Atomkraftwerken könnte also, so paradox das klingt, sogar Vorteile für die Autobauer haben.“ Bevor die Stromsparmaßahmen voll zum Tragen kommen, würden höhere Strompreise allerdings die Industrie belasten. „In den ersten drei bis vier Jahren würde es einen höheren Margendruck geben“, sagt Dudenhöffer. „Aber die bisherige gute Konjunktur hilft, diesen Margendruck zu verdauen. Und die gute Konjunktur hilft auch, ein Teil der Kostenerhöhung an den Autokäufer weiterzureichen.“

Quelle: WirtschaftsWoche