Aktuelle Trends aus Nordafrika - Landtechnik sowie Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen

01.06.15 AHK Marokko - News-Hauptkategorie, Global News, Global AHK News, Global DEint News

Bild: pixabay

Der Bereich der Landwirtschaft und Nahrungsmittelverarbeitung entwickelt sich in Nordafrika weiterhin positiv. Neben den notwendigen Maschinen steigt auch der Bedarf an Düngemitteln und Saatgut sowie Logistikdienstleistungen.

Rinderzuchtbetriebe, Tabakanbau, Fischereibetriebe, die Getränkeindustrie und die weiter expandierenden Supermärkte sind als potenzielle Abnehmer derzeit im Fokus. Im Vergleich zu den anderen Maghreb-Ländern Tunesien und Marokko ist Algerien wichtigster Absatzmarkt für Maschinen für das Ernährungsgewerbe und die Tabakverarbeitung (EGW 848).

2014 lagen die Ausfuhren nach Algerien bei rund 12,8 Mio. Euro; nach Marokko und Tunesien waren dies 6,3 Mio. beziehungsweise 2,8 Mio. Euro. Zur algerischen Nahrungsmittelindustrie zählen eine Reihe wichtiger Firmen wie Cevital, SIM, Benamor, La Belle, Metidji mit hohem Modernisierungsbedarf.

Fischereiwirtschaft Marokkos soll BIP-Beitrag verdreifachen

Hohe und günstig verteilte Regenfälle sorgen in der laufenden Saison 2014/15 in Marokko für gute Ernten, so der marokkanische Minister für Landwirtschaft und Fischerei Aziz Akhannouch im März 2015. Über das ganze Land verteilt lagen die Regenfälle mit durchschnittlich 285,8 mm 50% höher als im Vorjahr und 12% über dem Schnitt der letzten Jahre.

Im Rahmen der internationalen Fischereimesse Halieutis im Februar 2015 in Marokko, in der Stadt Agadir, versprach Minister Aziz Akhannouch, bis 2020 den BIP-Anteil der Fischerei zu verdreifachen. Gegenwärtig bestreitet die Fischerei 2,3% des BIP. Marokko hat nach zwei Jahren Unterbrechung im September 2014 ein Fischfangabkommen mit der Europäischen Union beschlossen.

Mit dem Kauf von Juice & Nectar Partner (JNP) steigt die marokkanische Holding Holmarcom in die Fruchtsaftproduktion für den Export ein. Der Spezialist für Biofruchtsaftkonzentrate exportiert seine Ware als Massengut für die weitere Abfüllung, insbesondere nach Frankreich, Deutschland, die Niederlande und Italien. Das Familienkonglomerat Holmarcom ist in den Bereichen Finanzen, Agrarwirtschaft, Vertrieb und Logistik sowie Immobilien tätig.

Mit erwarteten 280.000 t wird Tunesien 2015 nach Spanien zweitgrößter Olivenölproduzent. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Produktion von Olivenöl damit vervierfacht. Im Schnitt exportiert das Mittelmeerland zwischen 60 und 70% seiner Produktion. Der Olivenölexport bestreitet durchschnittlich rund 40% der Agrarausfuhren und 10% der Gesamtexporte.