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- Interessenbekundung

Delegationsreise Automobilbranche und Zuliefererindustrie

17. bis 20. Mai 2010

Automobilbranche und Zulieferindustrie in Marokko

 

2005 wurden in Marokko über 2 Mio. Kfz gezählt, davon circa 1,5 Mio. Pkw und circa 500.000 Nutzfahrzeuge. Von diesen Fahrzeugen sind 80% älter als 10 Jahre. Von 1990 bis 2000 wuchs der Autobestand um 75,3%. Im Rahmen der Erneuerung des Fahrzeugbestandes steigen die Kfz-Importe stetig an; Experten rechnen in den nächsten Jahren mit Zuwachsraten von über 10%. Infolge der vollständigen Umsetzung des Assoziierungsabkommens mit der EU wird ab 2012 mit einer Verdoppelung des Jahresabsatzes gerechnet.

 

Auch die Automobilindustrie und -produktion in Marokko erlangt zunehmend an Bedeutung. Dazu hat besonders die Produktion des Dacia Logan beigetragen, der inzwischen nach Algerien und Ägypten exportiert wird. Derzeit erwirtschaftet die Automobilindustrie ca. 5% des BIP und 14% der Exporterlöse im Industriesektor. Dieser Gewinn verteilt sich auf ca. 85 registrierte Unternehmen in der Branche, von denen 60 Teilehersteller sind. In der Zulieferindustrie arbeiten ca. 30.000 Personen; 10% der Unternehmen beschäftigten mehr als 1.000 Arbeiter, sechs von ihnen mehr als 2.500. Der Großteil der Zulieferer sind mittelständische Firmen, in denen weniger als 250 Menschen arbeiten. 60% machen jährlich einen Umsatz von unter 5 Mio. Euro.

 

Insbesondere Kabel und Kabelbäume (der deutsche Kabelbaumkonfektionär LEONI hat in 2007 die französische Valeo Cables übernommen und verfügt damit über 4 Werke in Marokko mit 6.000 Beschäftigten), aber auch Sitze, Batterien und Autoscheiben werden in Marokko hergestellt. Die großen Unternehmen stellen OEM-Teile vornehmlich für den Export her, während die kleinen für den lokalen Ersatzteilmarkt tätig sind, der etwa 60% der gesamten Teileproduktion aufnimmt. In Marokko ist eine Teilung des Zuliefermarktes festzustellen. Die erste Gruppe von Zulieferern sind die exportorientierten Unternehmen, die auf westlichem Standard ausgerüstete Produktionsstätten besitzen und die ihren Markt in Europa haben. Zur zweiten Gruppe gehören die Unternehmen, mit kleiner und mittelständischer Struktur die technisch gut ausgerüstet sind und sich sowohl auf den inländischen als auch auf den ausländischen Markt konzentrieren. Diese Firmen sind häufig auf der Suche nach Partnerschaften mit ausländischen Unternehmen um ihre Stellung zu halten. Dies gilt insbesondere in den Bereichen Bremsen, Heizung, Filter, Sitze, Plastik oder Gummi.

 

Einziges Montageunternehmen für Pkw (daneben existieren kleine Montageunternehmen für Lkw und Busse) ist die vormals staatliche Société Marocaine de Construction Automobile (SOMACA) in Casablanca, die seit 2003 zu 80% zu Renault und zu 20% zu Peugeot-Citroën gehört. Nachdem Renault rund 30 Mio. Euro in die Modernisierung der Montageanlagen investiert hat, fertigt SOMACA seit Juli 2005 auch den Dacia Logan. Im Jahr 2006 wurden circa 27.000 Einheiten montiert, davon 12.750 Dacia Logan, und in 2008 bereits gut 40.000 Einheiten. Bis 2010 soll die Produktion des Dacia Logan auf 100.000 Einheiten erhöht werden (Export nach Algerien und Ägypten).

 

Zudem hat Renault angekündigt, in Tanger nahe des neu geschaffenen Tiefseehafens Tanger Med ein Werk zur Produktion von mittelfristig bis zu 200.000 Fahrzeugen (ca. 90% sollen in den Export gehen) zu errichten. Das Werk soll bis 2010 fertig gestellt sein und Marokko so zu einem wichtigen Teil des weltweiten Produktionsnetzes von Renault werden. In unmittelbarer Nähe des Werks wird zudem eine Industriezone nur für Renault-Zulieferer entstehen. Das neue Werk inkl. Zulieferpark wird mit einer Fläche von 300 Hektar der größte Industriekomplex Afrikas werden. Gründe für die Wahl von TangerMed als neuem Standort sind u.a. günstige Lohnkosten, eine gute Infrastruktur und die unmittelbare Nähe zu Europa.

 

Das Projekt

Vertreter deutscher Unternehmen die für Ihre Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich der Automobil- und Zulieferindustrie neue Kooperations- sowie Investitionsmöglichkeiten in Marokko suchen, werden direkt zu potentiellen marokkanischen Unternehmen gebracht. Als Auftakt dient eine Informationsveranstaltung mit Vertretern aus dem marokkanischen Ministerium und dem marokkanischen Automobilverband, die einen aktuellen Markteinblick geben werden (inkl. Rahmenbedingungen für ausländische Unternehmen, Förderprogramme/Subventionen, interkulturelle Besonderheiten/Geschäftsgebaren etc.).

 

Ihre Vorteile

  • Sie haben einen direkten Einblick in den aktuellen marokkanischen Automobil- und Zuliefermarkt.
  • Sie kommunizieren ohne Mittler, direkt und persönlich mit potentiellen Kooperationspartnern.
  • Sie treffen sich vor Ort zu ersten Geschäftsgesprächen, können hier von den Vorteilen Ihres Angebotes überzeugen und sparen erhebliche Kosten für eine aufwendige Informations- und Partnersuche, Provisionen usw.

  

Im Rahmen der Delegationsreise nach Marokko im Mai 2010 können Sie anhand von Firmenbesuchen und individuellen Präsentation bei Geschäftsgesprächen mit potentiellen Partnern Ihr Leistungsangebot und erste Kontaktmöglichkeiten wahrnehmen. Für deutsche Unternehmen bieten sich sowohl interessante Absatzpotenziale für Maschinen und Dienstleistungen für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie als auch zahlreiche Möglichkeiten für Kooperationen (Sourcing, Joint Ventures) mit marokkanischen Unternehmen der Zulieferbranche. Die AHK Marokko arbeitet bereits seit geraumer Zeit mit einigen deutschen Firmen der Zulieferbranche an der Erschließung des marokkanischen Marktes.

 

Wenn Sie Interesse daran haben, an der Delegationsreise nach Marokko teilzunehmen, nehmen Sie über das nebenstehende Formular „Interessenbekundung“ Kontakt mit uns auf!

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